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Dr. Heinz-Jürgen Vogels Katholischer Theologe und Autor
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Rahner im Kreuz-Verhör. Das System Karl Rahners zuendegedacht.
Heinz-Jürgen Vogels, Borengässer Bonn, 2002 Buchpreis: 9,80 EUR (neu)
ISBN 3-923946-57-0 88 Seiten.
Ein Artikel des Autors (geb. 1933 in Berlin, 1967-1979 wiss. Ass. am Albertus-Magnus-Institut, Bonn, 1975 in Mainz Promotion zum Dr. theol. mit der Arbeit „Christi Abstieg ins Totenreich“ [Freiburg 1978]) in der Zeitschrift Wissenschaft und Weisheit aus dem Jahr 1989, der sich kritisch mit Karl Rahners Gedanken über die Dreifaltigkeit und Christus auseinandersetzt, ist erst sehr viel später von der Fachwelt beachtet worden. Eine öffentliche Diskussion des Artikels hat nicht stattgefunden. Jedoch schon vor der Veröffentlichung haben sich namhafte Autoren anerkennend über die Arbeit geäußert und seine Publikation als selbständiges Büchlein empfohlen. So schrieb Kardinal Josef Ratzinger: "Ich habe diesen Text mit großer Bewegung gelesen; er scheint mir außerordentlich wichtig zu sein und umso mehr zu bedeuten, als er von einer leidenden Sympathie getragen ist, die sich unter Schmerzen der Wahrheit beugt." Die Tübinger Theologische Quartalschrift äußerte sich mit „Wertschätzung“ zum Inhalt und lehnte eine Veröffentlichung des Artikels nur deswegen ab, weil „der Beitrag für die ThQ zu umfangreich ist. Kürzungsmöglichkeiten ergeben sich kaum, da eine sehr brisante und schwerwiegende These zur Diskussion gestellt wird, welche ausführlicher Begründung bedarf, soll sie verantwortlich erscheinen... Aus all diesen Gründen möchten wir Ihnen empfehlen, das Manuskript auszubauen und als kleines Bändchen zu veröffentlichen. Seien Sie versichert, daß der Rahner-Beitrag auf großes Interesse stieß und inhaltlich als ‘spannend und atemberaubend’ skizziert wurde.“
Die Hinneigung Rahners zum Modalismus – der eine Gott existiert in drei Weisen – wird von mehreren Autoren beobachtet: Heinz Schürmann, Gisbert Greshake, Leo Scheffczyk, Rudolf Haubst, Hans-Joachim Schulz, Hermann-Josef Lauter, Bert van der Heijden, Alexander Gerken, Walter Kasper, Hans Urs von Balthasar, Werner Löser, Jean Galot, und Rahner selbst gab sie im gewissen Sinne zu: „Lieber Modalist als Tritheist“. Daher der Titel des Buches „Rahner im Kreuz-Verhör“. Dies ist ein faires demokratisches und rechtsstaatliches Verfahren, in dem das Für und Wider einer Sache durch Wortmeldungen von allen Seiten zur Sprache kommen kann, bei dem auch Rahner selbst ausführlich in Originaltexten zu Wort kommt und seine orthodoxen Absichten anerkannt werden. Die Doppeldeutigkeit, die sich ergibt - dadurch, daß der Bindestrich eingefügt wird -, weist darauf hin, daß das Verhör auch vom Kreuz her erfolgt. Denn auch die Soteriologie, die Lehre von der Erlösung, wird befragt: Wer starb am Kreuz, und wofür?
Die genannten Stellungnahmen rechtfertigen sicherlich die Neuherausgabe des Artikels in Buchform. Hinzukommt die Notwendigkeit, auf die Antwort von Ralf Miggelbrink auf Vogels’ Rahner-Artikel, die bereits im nächsten Jahrgang derselben Zeitschrift veröffentlicht wurde, einzugehen. Das geschieht im Anschluß an den unveränderten Abdruck des ersten Artikels, gibt zugleich aber Gelegenheit, neue Gesichtspunkte und die weitere Diskussion wenigstens teilweise einzubeziehen.
Die Themen der Gotteslehre und Christologie sind sicher immer aktuell. Karl Rahner hat die Diskussion seiner Thesen, wie aus seinen Briefen an den Autor mitgeteilt wird, ausdrücklich gewünscht. Wenn das sine ira et studio geschieht, kann es sowohl Rahners Bemühen, mit transzendental-philosophischen Begriffen den Glauben verständlich zu machen, gerecht werden wie der tieferen Erfassung des biblischen Zeugnisses dienen.
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Dr. Heinz-Jürgen Vogels Buschhovener Str. 30, 53347 Alfter, Deutschland 00 49 - 228 - 64 54 66 H-J.Vogels@t-online.de
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